Die Belsize Square Synagoge im Nordwesten Londons wurde 1939 von Emigranten aus Deutschland und Mitteleuropa gegründet. Mit Hilfe der bereits am Ort bestehenden Liberalen Synagoge, konnten die Mitglieder ihren ersten Freitagabend Gottesdienst am 24. März 1939 begehen.

In den Wochen vor diesem ersten Gottesdienst war es Oberkantor Magnus Davidsohn (1877 in Beuthen – 1958 in Düsseldorf), der auch der erste Kantor der neu gegründeten Synagoge wurde, gelungen, eine Gruppe von professionellen Sängern – meist ehemals berühmte Solisten der Opernhäuser in Berlin und Wien – zusammenzubringen. Alle sangen ohne Gage. Er fand auch die brilliante Melitta Heim (1888 in Wien – 1950 in London), eine ehemals gefeierte Opersängerin, die den Chor bis 1950 an der Orgel begleitete.

Die Arrangements des Chors hatte Magnus Davidsohn wie durch ein Wunder in der „Reichskristallnacht“ aus der brennenden Synagoge in der Berliner Fasanenstraße retten können und  nach London gebracht.

Die Qualität des Chores im Jahr 1939 war hervorragend und setzte hohe Maßstäbe, aber in den siebzig Jahren seit damals haben wir es geschafft, den Chor kontinuierlich auf sehr hohem Standard zu halten.

Zehn Chorleiter hat dieser Chor bis heute erlebt – derzeitiger Chorleiter ist Benjamin Wolf. Magnus Davidsohn folgten fünf Kantoren nach – aktuell begann Kantor Paul Heller, geboren in Bogotá, im Juni 2013 seinen Dienst.

Obwohl die Musik des 19. Jahrhunderts von Salomon Sulzer und Louis Lewandowski die Grundlage des Repertoires des Chores bildet, hat jeder Kantor in seiner Zeit andere Musik mitgebracht und so entwickelte sich ein abwechslungsreiches Repertoire, das jedoch nach wie vor in der deutsch-liberalen Tradition wurzelt.

Der Professional Choir of Belsize Square Synagogue umfasst sowohl jüdische als auch nicht-jüdische Mitglieder, von denen einige bereits mehrere Jahrzehnte für die Synagoge gesungen haben. Es besteht in der Regel aus acht Mitgliedern (vier zum Schabbatmorgen) und wird für die Hohen Feiertage auf bis zu elf Mitglieder erweitert.

Eine der schönen Seiten der Chores ist die über die Jahre gewachsene intensive Bindung vieler nicht-jüdischer Sänger, die sich in unsere Musik verliebten und blieben.

Benjamin Wolf arbeitet als Dirigent, Pianist, Komponist, Sänger und Wissenschaftler. Er ist musikalischer Direktor des Zemel Choir (LLF 2011), des Wallace Ensembles und der Royal Free Music Society. Er ist Chorleiter der Belsize Square Synagoge und arbeitet regelmäßig als Dirigent für den Quorum Chamber Choir. Als Pianist arbeitet er sowohl als Begleiter als auch als Solist. Sein Gesang konzentriert sich in erster Linie auf Auftritte mit seinem eigenen jüdischen Barbershop Quartett, bOYbershop, für das er eine Reihe von Arrangements und eigene Kompositionen verfasst hat.

Michael Cayton gab seinem Debüt als Organist im Jahr 1988 in der Royal Festival Hall und wurde anschließend als Konzertsolist und Begleiter in Großbritannien und Europa nachgefragt. Bemerkenswert sind darunter Auftritte in London in der Kirche St. Martin-in-the-Fields, der Westminster Abbey, den Blackheath Concert Halls und der Londoner Wigmore Hall.

http://www.synagogue.org.uk

Weitere Chöre des Louis Lewandowski Festival 2013

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Alle Festival DVDs (Audio / Video) des Louis Lewandowski Festivals sind bei Hentrich & Hentrich, dem Verlag für jüdische Kultur und Zeitgeschichte erschienen. Die DVDs sind Aufzeichnungen der großen Abschlusskonzerte mit alle Ensembles des jeweiligen Jahres. Sprachen: deutsch und englisch.

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Der Leipziger Synagogalchor widmet sich intensiv und engagiert der Pflege jüdischer Musik. Die 35 Sängerinnen und Sänger – sämtlich Nichtjuden – bringen seit der Chorgründung 1962 jene Musik auf die Konzertpodien der Welt, die ihre Vorfahren beinahe vollständig vernichtet hätten.

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Das »Synagogal Ensemble Berlin« ist das einzige Profi-Ensemble, das jeden Freitagabend, Schabbatmorgen sowie an allen jüdischen Feiertagen die Liturgie von Louis Lewandowski zum Klingen bringt.

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Erstmals Ende des 19. Jahrhunderts - und wieder 1903 - wird ein jüdischer Männerchor in Basel erwähnt, doch verliert sich dann die Spur.

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